Samstag, 7. Februar 2015

Mein Besuch in Uruguay im Januar / Februar 2014

Vor einem Jahr habe ich mit dem Fahrrad Uruguay bereist und dort 3 Wochen in einer Ökogemeinschaft verbracht. Ich wollte für mich gerausfinden, ob ich in Uruguay als möglichem Standort eines "Paradieses" leben könnte und wollte auch das Leben in der dortigen Gemeinschaft in der Sierra de las Rocha kennenlernen.

Uruguay hat mir von der Bevölkerung her sehr gefallen, die Leute sind offen, sehr nett und hilfsbereit, man findet schnell Kontakt. Es gibt viel nur spärlich besiedeltes Land und kaum natürliche Wälder - der grösste Teil des Waldes besteht aus Eukalyptusplantagen und selbst die sind eher dünn gesät. Das Land ist sehr wellig, es hat aber keine hohen Berge. Im Sommer kann es recht heiss werden, während meines Aufenthalts war es aussergewöhnlich nass mit sehr viel Niederschlägen und hoher Luftfeuchtigkeit. Die Böden sind grösstenteils schlecht durchlässig - das Wasser steht schnell in grossen Pfützen oder gar Seen und läuft zu einem grossen Teil oberflächlich ab - um einen guten Boden zu bekommen, müsste man einiges an Zeit investieren, um den Boden zu lockern und damit durchlässiger zu machen.

Fast alles Land ist eingezäunt und in Privatbesitz - Wanderwege gibt es kaum, zumindest ausserhalb von Naturpärken. Das finde ich nicht so toll.
In grösseren Ortschaften bekommt man in Supermärkten eine recht gute Auswahl an Lebensmitteln, die aber sehr teuer sind im Vergleich zum Durchschnittseinkommen. Das Gemüse ist selten frisch, vom Geschmack her aber gut. Werkzeuge, Küchenutensilien und ähnliches ist meist nur in schlechter Qualität zu haben und kommt meist aus China, auch das gefällt mir nicht.

Ich habe dadurch die Tatsache schätzen gelernt, dass wir in der Schweiz nebst Billigprodukten aus Fernost immer auch qualitativ hochwertiges Material bekommen.

Die Ökogemeinschaft in der Sierra des las Rocha hingegen hat mir sehr gut gefallen: Mehrere Gruppen von Menschen haben gemeinsam ein grosses Stück Land erworben, worauf dann jede Familie auch mit Hilfe von den andern sich ein Haus gebaut hat aus Holz, Lehm und Schilf / Stroh. Es gibt Gemeinschaftsgebäude mit einer Gemeinschaftsküche, gewisse Aktivitäten werden in Gruppen durchgeführt, vieles wird kostenlos angeboten wie Yoga, Tango, gemeinsames Singen und musizieren, Meditationen, ab und zu werden Feste und Konzerte (auch für Auswärtige) organisiert. Der Selbstversorgungsgrad mit Lebensmitteln ist nicht so hoch, vielleicht ändert sich das noch. Im Moment ist man daran, eine gemeinsame Schule zu errichten, wo die Kinder mit alternativen Methoden unterrichtet werden sollen.
Es gibt keine festen Regeln, jeder ist dazu angehalten, sich nach bestem Wissen und Gewissen zu verhalten, alle leben nach meiner Erfahrung sehr ökologisch, das Brauchwasser für Abwasch etc (Bachwasser) wird nach dem Gebrauch im eigenen Garten entsorgt - das führt dazu, dass jeder nur sehr gut biologisch abbaubare, ungiftige Reinigungsmittel verwendet.

Ich könnte mir vorstellen, in einer ähnlich organisierten Gemeinschaft zu leben, die Herzlichkeit der Menschen dort ist sehr gross.

Ich kann mir aber nicht vorstellen, in Uruguay zu leben - die Landschaft ist mir zu wenig bergig, es gibt zu wenig Wanderwege, kaum Wälder und ohne Auto kommt man nicht sehr weit, da die Distanzen zwischen grösseren Ortschaften recht gross sind und nur auf den wichtigsten Verbindungsstrassen öffentliche Busse verkehren.

Montag, 4. November 2013

Das Paradies auf Erden erschaffen: Wer macht mit?

Das Paradies, so wie ich meine Version davon in den Posts unten beschreibe, können wir hier auf der Erde verwirklichen - JETZT

Die einfachste Variante, dies in wenigen Jahren zu schaffen, sehe ich im Aufbau eines Paradiesdorfes zusammen mit Gleichgesinnten.

Ich sehe ein Dorf in einer unbesiedelten oder nur sehr schwach besiedelten Gegend in einem Land, wo der Boden noch erschwinglich ist, welches politisch tolerant ist und wo man das ganze Jahr durch pflanzen und ernten kann.

Das Dorf soll weitgehendst unabhängig sein - möglichst viele Kreisläufe geschlossen. Bepflanzt und bebaut wird die Umgebung -wo immer möglich und sinnvoll - nach Muster der Permakultur.

Je mehr interessierte Menschen mitmachen, desto mehr Dienstleistungen können im Dorf selbst angeboten werden und je unabhängiger das Dorf von Material und Dienstleistungen ausserhalb ist, desto mehr Freizeit steht allen Dorfbewohnern zur Verfügung, weil nur die Gemeinschaft selbst von allen geleisteten Arbeiten direkt profitiert, keine langen Wege zurückgelegt werden müssen, die Qualität aller Produkte sehr gut ist und die Produkte entsprechend langlebig sind und weil sämtlicher Administrationsaufwand wegfällt.
Alle Arbeiten werden mit Freude ausgeführt, es gibt keine festen Arbeitszeiten und jede(r) kann helfen, wo es gerade Spass macht.
Es wird viel Zeit für Gespräche, Sport, Spiel und für eine Perfektionierung unserer Vision bleiben und natürlich auch, um einfach das geschaffene Paradies zu geniessen.

Ich schliesse mich gerne einem derartigen Projekt an, wenn es mit meinen Ideen weitgehend übereinstimmt. Ich bin auch bereit, zusammen mit Gleichgesinnten etwas neu aufzubauen.

Wer hat Lust mitzumachen, sei es von Beginn weg mit dem Aufbau, oder auch erst später, wenn die Grundstrukturen schon stehen? Bitte melde Dich absolut unverbindlich bei mir mit dem Kontaktformular (rechts oben) und schreibe, welche Fähigkeiten Du mitbringst, was Du gerne machen würdest, welche Voraussetzungen für Dich wichtig sind, um dabei zu sein und was Dir sonst noch dazu einfällt.

Ich sehe Uruguay als möglichen Standort für ein derartiges Dorf. Ein in Uruguay schon bestehendes Projekt, das noch nach einem geeigneten Landstück sucht, findest Du unter www.thenanduproject.com Ich könnte mir vorstellen, eventuell dort mitzumachen.

Eigenschaften, die ich fürs Mitmachen als vorteilhaft erachte, sind

- offene, ehrliche Kommunikation
- die Bereitschaft, auch andere Meinungen zu respektieren
- ökologisches Denken und verantwortungsbewusster Umgang mit unserer Erde und iheren Ressourcen
- Freude an der Natur
- Freude am gemeinsamen Arbeiten - auch Einzelgänger sind willkommen, so lange sie am selben Strick ziehen wie alle andern
- Offenheit gegenüber Neuem
- der Wille, auch mal etwas für Andere zu machen
- Toleranz
- Die Bereitschaft, an sich selbst zu arbeiten


Gerne lese ich Kommentare, Ergänzungen und Antworten.

Ich freue mich auf unser neues Paradiesdorf!

Dani




Donnerstag, 10. März 2011

Der Mensch

Der Mensch fühlt sich als Teil von Mutter Erde, er spürt die Verbindung zu all seinen Mitmenschen, zu Tieren und zu Pflanzen. Die Trennung zwischen einzelnen Individuen wird weniger stark wahrgenommen als jetzt.
Alle sind tolerant und akzeptieren und respektieren die Art ihrer Mitmenschen. Jede(r) hat das Recht, so zu sein, wie es für ihn/sie stimmt. Da alle im Verhalten ihren Mitbewohnern gegenüber respektvoll und liebevoll sind, wird das Zusammenleben harmonisch und friedlich.
Jeder kann den Tag nach eigenem Gutdünken gestalten und darf SEIN, ohne etwas TUN zu müssen; das heisst, dass es allen frei steht, dann zu "arbeiten", wenn sie Lust dazu haben. Weil jedes Tun freiwillig ist, werden jegliche Arbeiten mit Freude ausgeführt.
Wer gerne pflanzt und im Garten arbeitet, verschönert öffentliche Plätze mit dem Pflanzen von Blumen, Gräsern, Sträuchern und Bäumen oder baut Nahrungsmittel an, selbstverständlich alles in nachhaltiger, natürlicher Weise mit der "Erlaubnis" von Mutter Erde, Pflanze und Tier.
Wer gerne kocht, bietet seine /ihre Fähigkeiten gerne allen jenen an, welche andere Tätigkeiten bevorzugen.
Leute, die mit Freude Wege bauen, stellen ihre Dienste der Allgemeinheit zur Verfügung. In öffentlichen Treffen kann über das Bedürfnis eines neuen Wegs geredet werden. Der Weg wird immer dem Gelände angepasst mit den kleinstmöglichen Eingriffen in das Landschaftsbild und immer nur so breit wie nötig.
Es gibt weder Geld noch andere Tauschmittel. Jede(r) bereichert das Leben von andern mit seinem / ihrem Können nach Lust und Laune - Geben macht Freude, es braucht keinen Gegenwert dazu.
Musiker spielen einzeln oder in Gruppen spontan oder organisiert an Festen, alleine oder in Treffpunkten.
An zentralen Orten können Tätigkeiten und Aktivitäten an einem Anschlagsbrett beschrieben werden, so dass sich Interessierte einer Aktivität anschliessen können oder auch einfach beobachten und lernen.
Kinder können sich frei entscheiden, ob sie spielen, bei einer Tätigkeit der Erwachsenen zusehen oder mithelfen wollen, ob sie in Gruppen mit andern Kindern gleichen oder verschiedenen Alters mit oder ohne Erwachsene ihr Wissen und ihre Erfahrung in selbst gewählten Themen vergrössern wollen. Überall sind kinderliebende Erwachsene, welche dem Nachwuchs bei Bedarf mit Rat und Tat zur Seite stehen können, tendenziell machen die Kinder aber ihre Erfahrungen selbst und werden nicht von Eltern angeleitet, wie was zu tun sei.
Das könnte dann zum Beispiel an einem Tag so aussehen:
Wenn sich jemand eine Unterkunft bauen möchte, wird in der Gemeinschaft kurz beraten, wo ein geeigneter Platz für das Unterfangen sein könnte, in dem man die Wünsche und Lebensweise der zukünftigen Bewohner und das harmonische Gesamtbild einer Siedlung mit in die Entscheidung einfliessen lässt. Ist der Ort zu aller Zufriedenheit gefunden, wird das Vorhaben an den vorhandenen Anschlagsbrettern beschrieben und interessierte können sich für diverse Arbeiten einschreiben. Raumplaner, Geologen, Geomanten, Architekten, Holzarbeiter, Ofenbauer und viele mehr können sich bei dem Projekt einschreiben und treffen sich am ausgewählten Ort. Während des Baus können die daran beteilgten Personen immer wieder wechseln, vielleicht möchten Interessierte lernen, wie ein Haus gebaut wird, schauen zuerst zu und helfen dann mit. Wenn jemand keine Lust mehr hat, wird er/sie andere Wege gehen. Nahrungsmittelerzeuger(innen) bringen Nahrungsmittel zur Baustelle oder in die Nähe, wo sie von Köch(inn)en zubereitet wird, so dass alle auf der Baustelle gemeinsam etwas Essen können, Kinder dürfen mithelfen, wo und wann sie dazu Lust haben, wenn es an einem Tag besonders heiss ist, unterbrechen einige die Arbeiten und gehen zusammen im See baden....
Auch Spiele und Feste und Feiern werden an öffentlichen Plätzen kommuniziert, so dass alle Interessierten sich zum Einen oder andern Ereignis dazugesellen können.
Kein Gebäude, kein Weg, keine Einrichtung gehört jemandem. Solange eine Familie in einem Gebäude wohnen möchte, darf sie das, wenn sie in ein anderes Ort umziehen möchte oder auf Reisen geht, darf das Gebäude von andern benutzt werden.
Weil jeder mit seinem Leben zufrieden ist, weil man sehr viele Freiheiten hat und alles freiwillig ist, hat man auch wenig Hab und Gut. Wenige Kleider, einige Haushaltsgegenstände, die man mit sich tragen kann, vielleicht eine Tasche, Decke, Messer, wenig Werkzeug. So ist man frei, heute hier und morgen woanders zu leben, da man seinen Besitz mit wenig Aufwand transportieren kann.

Samstag, 26. Februar 2011

Die Natur

Das Klima ist auf der ganzen Erde uniformer als jetzt, die Temperaturunterschiede zwischen kühleren und heisseren Zonen sind kleiner als jetzt und auch die Winter- und Sommertemperaturen sind weniger unterschiedlich. Das Klima bietet ideale Wachstumsbedingen für eine Vielzahl an Pflanzen, die Übergänge zwischen verschiedenen Jahreszeiten sind sanft.
Flüsse, Bäche und Seen führen Wasser in Trinkqualität. Die Meere sind sauber und rein. Die Unterwasserwelt ist von einer unglaublichen Vielfalt an Wasserlebewesen und Pflanzen bevölkert.
Es gibt ausgedehnte Wälder, Hecken, Wiesen und Haine voller Pilze und Pflanzen, deren Früchte und Wurzeln vom Menschen bei Bedarf in vernünftigen Mengen gesammelt werden: Verschiedene Nussarten, Kastanien, Kirschen, Zwetschgen, Aprikosen, Pfirsiche, verschiedene Beeren, verschiedene Zitrusfrüchte, Avocados, tropische Früchte wie Bananen, Ananas, Papaya, Mango, ferner verschiedene Gemüse und Salatsorten, die wild in einer natürlichen Permakulturlandschaft wachsen: Zucchinisträucher, wo man sich die Früchte vom Strauch pflücken kann, Melonen, Kürbisse, Lauch, Zwiebeln, Kohlarten, Rübenarten, Bohnen in allen Farben und Variationen, die sich Bäume und Büsche emporranken....
Es gibt hohe Berge mit Gletschern und ewigem Eis, aber auch wüstenartige Gegenden, wo der Pflanzenwuchs eher spärlich ist und wo man das Augenmerk auf spannende Farb- und Formnuancen von Sand und Fels richten kann.
Es gibt kalte und warme Bäche, Seen und Flüsse, worin man nach Herzenslust baden kann. Die Tiere leben in einem Gleichgewicht miteinander, die Menschen kommen mit allen Tieren friedlich gut aus.